Session Sprachverständlichkeit auf der tmt31

Das Thema Sprachverständlichkeit im Fernsehen ist allein schon dadurch komplex, dass sie sich nicht wie andere Parameter messtechnisch erfassen und bewerten lässt. In der Session zum Thema auf der Tonmeistertagung 2021 wurde das Topic ausführlich diskutiert und vielversprechende Technologien vorgestellt. Unter anderem wurde der in naher Zukunft eingeführte Kanal für klare Sprache der eine individuelle Anpassung der Sprachverständlichkeit durch den Konsumenten ermöglicht sowie der Prototyp Crystal Speech von RTW thematisiert.

Im Sinne stetig wachsender Ansprüche an das Hörerlebnis, wird in den nächsten Jahren vor allem die Aufgabenstellung einer personalisierten Audiowiedergabe sowie die Beeinflussung des Mischungsverhältnisses durch den Konsumenten weiter ins Zentrum des Interesses rücken.

Max Kiefer, Mike Kahsnitz

Diesem Thema widmet sich ab sofort auch eine Arbeitsgruppe aus ARD, ZDF und VDT, deren Gründung im Rahmen der TMT31 bekannt gegeben wurde. Ziel der AG ist es, die auf das Jahr 2012 zurückgehende Production Guideline von ARD und ZDF gezielt um Erfahrungswerte zur Sprachverständlichkeit aus der Praxis zu erweitern und nachhaltig zu schärfen.

Vor dem Hintergrund, dass viele Beiträge und Formate im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mittlerweile vermehrt durch externe Dienstleister wie freie Produktionsfirmen produziert werden, kommt der Suche nach gemeinsamen und verlässlichen Standards ein besonderer Stellenwert zu.

Ansprechpartner für das Projekt Sprachverständlichkeit sind Max Kiefer (WDR), Leiter der AG „Sprachverständlichkeit“ von ARD und ZDF und André Klar (Verband Deutscher Tonmeister e.V.).


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